Gebäude
Bauphase und sichtbare Besonderheiten geben Hinweise, aber keine fertigen Maße. Umbauten und aktueller Ausbauzustand werden separat erfasst.
Nachweis: Raumakte mit Fotos und Status
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Eine Küche wird nicht passend, weil im Entwurf alle Linien sauber aussehen. Sie wird passend, wenn Maße, Anschlüsse, Tagesabläufe und Gebäudebedingungen zusammengeführt werden. Unsere Freiburger Planung beginnt deshalb mit einer Raumakte, trennt Annahmen von Nachweisen und macht jede Freigabe nachvollziehbar.

Die Methode verhindert, dass ein auffälliges Merkmal alles andere überdeckt. Gebäudeschicht, Technik, Nutzung und Produkt bilden getrennte Prüfspuren. Erst ihre Schnittmenge wird zum Entwurf.
Bauphase und sichtbare Besonderheiten geben Hinweise, aber keine fertigen Maße. Umbauten und aktueller Ausbauzustand werden separat erfasst.
Nachweis: Raumakte mit Fotos und Status
Wände, Diagonalen, Öffnungen, Brüstung, Höhen und fertiger Boden werden mit festen Bezugspunkten aufgenommen.
Nachweis: bemaßter Grundriss
Kochen, Spülen, Vorrat, Müll, Sitzplatz und gleichzeitige Nutzer werden als reale Abläufe beschrieben.
Nachweis: Zonen- und Wegeblatt
Wasser, Elektro, Lüftung und Gerätevorgaben bleiben bis zur fachlichen Bestätigung als Schnittstellen markiert.
Nachweis: Installations- und Geräteplan
Möbel, Geräte, Platte, Montage und Vorarbeiten werden nicht in einer einzigen Wunschsumme versteckt.
Nachweis: Prioritätenliste mit Reserven
Jede Änderung erhält Version und Folgenprüfung. Eine schöne Ansicht ist noch keine bestellreife Planung.
Nachweis: geprüfter Freigabestand
In der Wiehre belegen Quellen ein Nebeneinander von Stadtvillen, Stadthäusern, großen Mietshäusern und Knopfhäusle. Herdern verbindet historischen Dorfbezug, lockere Bebauung des 20. Jahrhunderts und unterschiedliche Randlagen. Daraus lässt sich keine einheitliche Altbauküche ableiten. Sinnvoll sind genauere Fragen: Wurde der Raum umgebaut? Welche Wand ist tatsächlich tragfähig? Wo verlaufen heutige Leitungen? Welche Öffnung begrenzt die Zeile?
Vauban ist auf einem früheren Kasernengelände entstanden; alle Gebäude wurden mindestens im Freiburger Niedrigenergie-Standard errichtet, daneben gibt es einzelne Passiv- und Plusenergiehäuser. Das rechtfertigt eine Prüfung des vorhandenen Lüftungskonzepts, aber nicht die Aussage, jedes Gebäude habe dieselbe Technik. Im Rieselfeld ist eine bewusst vielfältige Entwicklung mit Bauträgern, privaten Bauherren und Baugruppen belegt. Auch dort entscheidet das konkrete Haus.
Im Stühlinger treffen ein planmäßig erschlossenes Raster des späten 19. Jahrhunderts, Arbeitersiedlung, Nachkriegszeilen und laufende Nachverdichtung aufeinander. Die Raumakte notiert deshalb nicht nur den Stadtteil. Sie hält die belegte oder vermutete Bauphase, bekannte Umbauten und den aktuellen Ausbau fest. Dieser Kontext lenkt den Blick, während Aufmaß und Fachprüfung die Entscheidung tragen.
Eine einzelne Länge entlang der Sockelleiste beschreibt keinen Küchenraum. Wir erfassen Wandlängen auf mehreren Höhen, Diagonalen, Winkel, Brüstung, Laibungen, Türbewegungen und Deckenverlauf. Anschlusspunkte werden nicht nur ungefähr eingezeichnet, sondern auf denselben Bezug bezogen. Fotos erhalten Blickrichtung und Zuordnung, damit eine spätere Rückfrage nicht an einem namenlosen Detailbild hängen bleibt.
Bei Umbau oder Neubau wird festgehalten, ob Putz, Boden, Verkleidung und Installationen bereits endgültig sind. Ein Rohbaumaß kann für eine Vorplanung reichen, nicht automatisch für eine Bestellung. Aufbauhöhen und geplante Wandlagen werden als Annahmen markiert. Der Termin für das Endaufmaß gehört dann als eigener Haltepunkt in den Ablauf.
Der Lieferweg ist eine zweite Geometrie. Haustür, Flur, Treppe, Aufzug, Kurven und Stellfläche werden mit Blick auf das größte Bauteil geprüft. Eine lange Arbeitsplatte kann den Weg stärker bestimmen als die Küchenfläche. Deshalb steht die mögliche Teilung oder ein alternatives Material früh im Variantenvergleich und nicht erst vor dem Hauseingang.
Wir lassen einen gewöhnlichen Kochvorgang erzählen: Einkauf abstellen, Vorräte einräumen, Gemüse waschen, schneiden, erhitzen, anrichten und Geschirr zurücksortieren. Daraus entstehen Übergaben und häufige Griffe. Ein abstraktes Arbeitsdreieck kann helfen, reicht aber nicht. In einer Zeile, L-Form oder Inselküche müssen Öffnungen, zweite Personen und Laufwege konkret getestet werden.
Stauraum wird nicht mit möglichst vielen Schränken gleichgesetzt. Eine Inventarliste trennt tägliche Dinge, schwere Geräte, Vorräte und selten Benutztes. Breite Auszüge können übersichtlicher sein als mehrere schmale Fächer; Hochschränke schaffen Volumen, dürfen aber Licht und Arbeitsfläche nicht unbemerkt verdrängen. Jede Entscheidung erhält einen Gegenwert, der im Grundriss sichtbar wird.
Eine Klebeband- oder Kartonprobe macht kritische Abstände körperlich erfahrbar. Schrankkanten, Insel und geöffnete Geräte werden im Raum markiert. Zwei Personen spielen Kochen, Spülerausräumen und Weg zum Kühlschrank durch. Beobachtete Konflikte werden protokolliert. So gewinnt nicht die optisch symmetrischste Variante, sondern diejenige, die den tatsächlichen Haushalt robust unterstützt.
Vor einer Bestellung werden Grundriss, Ansichten, Geräte, Material, Anschlüsse und Leistungsumfang als zusammengehöriger Stand gelesen. Ein Gerätewechsel kann Nische, Belüftung, Strombedarf und Lieferzeit verändern. Eine neue Arbeitsplatte kann Ausschnitt, Trageweg und Wandanschluss berühren. Deshalb löst jede Änderung eine begrenzte, aber sichtbare Gegenprüfung aus.
Das Angebot trennt enthaltene Möbel und Leistungen von bauseitigen Voraussetzungen. Wo Elektro-, Wasser- oder Lüftungsarbeiten eine qualifizierte Fachkraft erfordern, wird die Zuständigkeit benannt. Wir erfinden keine lokale Rundumkompetenz und ersetzen keine fachliche Prüfung durch Marketingworte. Entscheidend ist, dass die Schnittstelle vor dem Montagetermin geklärt wird.
Die bestellreife Fassung trägt Datum und Versionsnummer. Offene Punkte besitzen Verantwortliche und Frist; sie werden nicht im Kleingedruckten versteckt. Nach Freigabe bleiben verworfene Varianten mit kurzer Begründung erhalten. Das schafft eine Entscheidungsspur, auf die Planung, Montage und Auftraggeber bei späteren Rückfragen gemeinsam zurückgreifen können.
Jeder Punkt erhält einen Status: vorhanden, geprüft, freigegeben oder offen. Ein Foto kann einen Zustand zeigen, ersetzt aber weder Maß noch fachliche Bestätigung. Bei einer Änderung wird nur der betroffene Teil nicht einfach überschrieben, sondern mit Datum und neuer Planversion nachgeführt.
Für den ersten Termin reichen ein Grundriss, Wandfotos und drei typische Alltagssituationen. Sie werden nicht als fertige Maße behandelt, sondern als Arbeitsstand: Welche Wand ist gesichert, welche Position nur vermutet und welche Unterlage fehlt noch? Daraus entsteht eine kurze Raumakte statt einer langen Wunschliste.
Die Varianten bleiben vergleichbar, weil Geräteklasse, gewünschter Stauraum und Leistungsumfang zunächst gleich bleiben. Erst dann wird sichtbar, ob eine Insel tatsächlich einen Mehrwert bringt oder eine L-Form den Durchgang besser schützt. Jede verworfene Option erhält einen Grund, damit dieselbe Frage nicht in jeder Runde neu aufgerollt wird.
Der Abschluss der Planungsleistung ist ein datierter Stand aus Aufmaß, Ansichten, Produktliste und offenen Schnittstellen. Eine technische oder bauseitige Frage bleibt als Sperre sichtbar, bis die zuständige Seite sie bestätigt. So wird aus dem 3D-Entwurf kein Scheinschein für eine Bestellung.
Das Raumbriefing kann digital beginnen. Ein belastbarer Bestellstand benötigt jedoch ein geprüftes Aufmaß am konkreten Raum und bestätigte technische Schnittstellen.
Nein. Vauban begründet eine objektbezogene Prüfung des vorhandenen Lüftungskonzepts. Die Lösung folgt Gebäude, Gerät, Vorgaben und fachlicher Klärung, nicht dem Stadtteilnamen.
Erst wenn Maße, Geräte, Materialien, Technik, Leistungsumfang und offene Punkte denselben geprüften Versionsstand zeigen.
Senden Sie Grundriss, Fotos, bekannte Gebäudeschicht und drei Alltagsprioritäten. Daraus lässt sich der erste Prüfpfad statt einer vorschnellen Standardzeile ableiten.